Für Petrol Heads: Die unbekannte Welt cooler JDM-Typen in der Toyota Collection – Spektakuläre Coupés und mutige Konzepte der japanischen Automobilkultur

  • JDM-Fahrzeuge verführen zum Staunen über die fernöstliche Typenvielfalt
  • Spektakuläre Sportwagen, kuriose Kei-Cars und exotischer Luxus made for Japan
  • Einzigartige Toyota Collection zeigt insgesamt rund 75 automobile Meilensteine 

Köln. JDM (Japanese Domestic Market), dieses Akronym lässt bei Petrol Heads die Herzen höherschlagen. Verbirgt sich dahinter doch eine aufregende Automobilszene mit legendären Sportlern, schrillen Kleinstwagen oder besonders komfortablen Luxuslimousinen, die für das Land der aufgehenden Sonne reserviert sind. Allein das Toyota-JDM-Programm umfasst über 80 Modelle, von denen nur sehr wenige den Weg in den Westen fanden. Einige der schönsten und schnellsten JDM-Typen, darunter das kleine Coupé Sera und der Supersportwagen Toyota 2000GT zählen zu den Stars der Toyota Collection, der einzigartigen Fahrzeugsammlung auf dem Gelände von Toyota Deutschland.

Auf europäischen Straßen zählen JDM-Fahrzeuge zu den besonders raren Exoten, schließlich sind die nach Kriterien fernöstlicher Fahrkultur ausgestatteten Rechtslenker-Typen (in Japan gilt Linksverkehr) eigentlich für den japanischen Heimatmarkt entwickelt worden. Die JDM-Fanszene wächst dennoch kontinuierlich und das nicht erst seit den 1980ern, als modifizierte Sportcoupés mit Hinterradantrieb wie Toyota Sprinter Trueno, Levin oder Soarer in Street- und Drift-Racing-Conventions ihr Potential zeigten, der Toyota Sera auf Autoshows der 1990er seine Scherentüren in den Himmel streckte und schließlich der in Deutschland zuletzt nicht mehr angebotene Supra A80 in Konsolenspielen oder Kinoerfolgen zum furiosen, flügelbewehrten JDM-Superstar avancierte. Als mutiges Entwicklungszentrum für automobile Träume wurde Japan erstmals 1965 bekannt. Dies mit dem schnellen Duo aus kompaktem Sports 800 und exklusivem Toyota 2000GT, der die Welt darauf hinwies, dass ingenieurstechnisch geniale Supersportwagen auch fernab von Süddeutschland oder Norditalien entstehen können.

Nicht nur sein Erscheinen im James-Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ als Auto von Bondgirl Aki machte den Toyota 2000GT zur globalen Sportwagen-Ikone. Auch die schon vor Produktionsstart erzielten Geschwindigkeits-Weltrekorde und die nur 351 gebauten Exemplare garantieren dem Toyota 2000GT die Lizenz zu unsterblichem Ruhm. Gleich zwei dieser raren und kostbaren Supercars gibt es in der Kölner Toyota Collection zu bewundern. Aber auch ein grell-grünes Toyota Sera Coupé und ein auf abenteuerlichen Wegen aus Malaysia angereister Toyota Sprinter Trueno erzählen in der größten deutschen Toyota Sammlung von der asiatischen Begeisterung für fantasievolle Formen und visionäre Technik. Autos als natürlicher Lebensraum, auch diese Idee kommt aus Japan, einem Land in dem Wohnraum extrem knapp und teuer ist und in dem der Trend zum minimalistischen „Tiny House“ seinen Ursprung fand. Arbeiten, Konferieren, mit Freunden abchillen oder sogar schlafen, all das ist möglich in multifunktionalen Typen wie dem winzigen Toyota Pixis, den größeren Typen Sienta, Raum, Commuter, Coaster oder Noah. Oder in dem Toyota Model F mit Mittelmotorkonzept, das vor über 35 Jahren die Idee der vielseitigen Großraumlimousine nach Europa brachte und heute einer der heimlichen Stars der Toyota Collection ist.

Eine Chauffeur-Limousine, luxuriös wie ein kaiserlicher Spiegelpalast, ist dagegen der Toyota Century. Als erster asiatischer Luxusliner trug dieser in Handarbeit gebaute Toyota einen mächtigen V12-Zylinder unter der imposanten Motorhaube. Zu den raffinierten Wellness-Features für das japanische Kaiserhaus und andere erlesene Kunden zählt beim aktuellen Century neben Plüschkomfort auch eine in Kamui-Schwarz lackierte C-Säule, die wie ein reflektierender Spiegel genutzt werden kann, wenn vor dem Auftritt in der Öffentlichkeit noch ein letzter selbstkritisch-prüfender Blick benötigt wird. Einen Hauch dieses Chauffeur-Erlebnisses können übrigens auch Japan-Touristen genießen, wenn sie etwa im neuen Toyota JPN Hybrid Taxi – liebevoll Japan-Taxi genannt – reisen.

Nicht nur Tempel, Zen und Mangas kommen aus Nippon, japanische Käufer sind auch experimentierfreudig beim Ausprobieren neuer Techniken. So ging der Toyota FCV mit Brennstoffzelle in Japan schon 2002 in ein Leasingprogramm und ein elektronischer Meilenstein des 21. Jahrhunderts debütierte dort bereits 1985 im Toyota Soarer: Das „Electro Multivision Dashboard“ bot Bildschirm, TV, Telefon und Bordcomputer. Noch eine Überraschung: Die Domäne des Allradautos findet sich nicht in Amerika oder Europa. 4x4-Weltmeister ist Japan, denn dort gibt es die meisten Allrad-Pkw und Kletterkünstler. Viele davon bleiben JDM, wie die hierzulande unbekannten Toyota Modelle Tacoma, Tundra, Mega Cruiser, Harrier, Vanguard oder Rush verraten.

Tatsächlich ist JDM also weit mehr als ein Codewort für extrem tiefe, schnelle und schillernde Nippon-Typen aus der Tuningszene. Zu erleben in der Toyota Collection, die gleich mehrere spannende Kultmodelle made for Japan präsentiert. Insgesamt zeigt Deutschlands größte Toyota Sammlung 75 Klassiker aus sechs Jahrzehnten Unternehmenshistorie. Aktuelle Nachrichten über die Toyota Collection und Informationen zu Öffnungszeiten, Events und Exponaten gibt es per kostenlosem Newsletter, eine Anmeldung ist unter www.toyota-collection.de möglich.

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